Empfehlungen für Betroffene und pflegende Angehörige

Beratung

Betroffenen und auch Angehörigen wird die Inanspruchnahme von qualifizierter Beratung und Schulungen empfohlen. Eine umfassende Beratung bietet grundlegende und spezielle Informationen zur individuellen Versorgungs- und Pflegesituation.

Die Beratung durch erfahrene und geschulte Pflegefachkräfte befähigt Sie, Ihre Situation differenzierter einzuschätzen und zeigt Wege auf, wie ein Druckgeschwür verhindert werden kann oder ein bestehender Dekubitus bestenfalls abheilen kann. Die Beratung vermittelt realistische und umsetzbare Handlungsschritte.

Bestandteil der Beratung kann auch eine Anleitung zu pflegerischen Maßnahmen direkt vor Ort sein. Gemeinsam können Handgriffe oder der Einsatz von Hilfsmitteln eingeübt werden. Ziele der Beratung sind Begleitung und Unterstützung und damit eine Verbesserung der Versorgung der betroffenen Personen. Unentgeltliche Pflegekurse und auch Schulungen in der eigenen Häuslichkeit des pflegebedürftigen Menschen sind eine Leistung der Pflegeversicherung.

Informationen zur Beratung erhalten Sie bei den Pflegestützpunkten  in Rheinland-Pfalz, den Pflegediensten, den Pflegekassen und den Hausärzten.


Informationsbroschüren

Es gibt eine Vielzahl von Ratgebern zur Dekubitusprophylaxe. Exemplarisch haben wir für Sie zwei Veröffentlichungen ausgewählt. Da sich das Wissen um die Dekubitusprophylaxe ständig erweitert und zudem auf ihre persönliche Situation abgestimmt sein muss, empfehlen wir zusätzlich die Beratung durch eine erfahrene Pflegefachkraft.

1. „Sich regen bringt Segen – So schützen Sie sich vor Wundliegen“ (pdf-download der Broschüre hier )

Die Projektgruppe Dekubitusprophylaxe an der Fachhochschule Frankfurt am Main hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. diesen Ratgeber für Angehörige und Betroffene entwickelt. Die Broschüre für pflegende Angehörige ist sehr anschaulich aufgebaut.

Hinweis für Pflegefachkräfte: Auch wenn dem Ratgeber nicht der aktuellste Expertenstandard Dekubitusprophylaxe zu Grunde liegt, kann er gut als Schulungsmaterial für pflegende Angehörige genutzt werden. 

2. Leitlinie für Betroffene, Angehörige und Pflegende - Vorbeugen und frühzeitiges Erkennen von Wundliegen (= Dekubitusprävention ) (externer Link)

Wie das Wundliegen entsteht, wer besonders betroffen ist und was Sie zur Vorbeugung unternehmen können, hat auch die Universität Witten/Herdecke verständlich aufbereitet. Die Leitlinie wurde im Jahr 2001 erarbeitet und 2005 aktualisiert. Wir finden, dass sie gut als allgemeines Informationsmaterial geeignet ist.

3. Gute Pflege im Heim und zu Hause. Pflegequalität erkennen und einfordern (externer Link)
Die Broschüre der Verbraucherzentale bietet aktuelle Informationen und Tipps zum Thema Dekubitus und anderer Pflegethemen. Der Expertenstandard zur Vermeidung von Druckgeschwüren wird verständlich erklärt. Verbraucher sollen mit Hilfe der Broschüre besser in  die Lage versetzt werden, die Qualitätsstandards  in der ambulanten und stationären Pflege beurteilen zu können.