Fachtagung Pflegestützpunkte

Erstmals wurde gemeinsam von den Trägern der Pflegestützpunkte in Rheinland-Pfalz sowie den Kooperationspartnern die Veranstaltungsreihe „Fachtagung Pflegestützpunkte“ (24. Januar 2011, Trier, 1. Februar 2011, Mainz, 2. Februar 2011, Speyer) durchgeführt.

An diesen Fachtagungen nahmen rund 300 Personen und mehrheitlich die Fachkräfte der 135 rheinland-pfälzischen Pflegestützpunkte teil. Durch das jeweilige Tagesprogramm führte Bernhard Scholten, Leiter der Abteilung Familie und Generationen im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz.

In drei Referaten wurden die aktuellen Themen, die derzeit den Diskurs um die Weiterentwicklung der Pflegestützpunkte bestimmen, vertiefend dargestellt.

Dr. Andreas Büscher von der Hochschule Osnabrück verdeutlichte in seinem Fachreferat zum Thema „Beratungsverständnis“, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Er zeigte auf, welche Probleme dadurch entstehen können, wenn in den einzelnen Pflegestützpunkten die handelnden Akteure, geprägt durch ihren beruflichen Werdegang, ein unterschiedliches Beratungsverständnis besitzen. Es wurden Lösungen zur Überwindung der Unterschiede erarbeitet. Dazu gehören auch gemeinsame Fallbesprechungen, eine kollegiale Supervision, ein Voneinanderlernen durch die Beteiligung des jeweils anderen bei Gesprächen oder Hausbesuchen, aber auch ein Jour Fixe für alle Beratungskräfte in den Pflegestützpunkten auf der Ebene der Kooperationsgemeinschaften und regelmäßige Fachtagungen für einen fachlichen Austausch.

Dem Thema „Neue EDV-Software in den Pflegestützpunkten“ widmete sich Prof. Dr. Peter Löcherbach von der Katholischen Fachhochschule Mainz. Er informierte über den aktuellen Stand hinsichtlich der Einführung einer landeseinheitlichen Software, die Möglichkeiten und Grenzen dieser Software, die geplante Funktionsweise sowie über das notwendige Prozedere hinsichtlich der erforderlichen europaweiten Ausschreibung informieren. Eine neue gemeinsame EDV wird die Arbeit der Beratungsfachkräfte in den PSP erleichtern. Sie wird auch helfen, die spezifischen Probleme in einer Region zu identifizieren und wird somit den Kommunen Material für die Pflegestrukturplanung liefern.

Roland Sader (AOK Trier), Ulrike Weikusat (Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück) und Ria Krampitz (Stadtverwaltung Speyer) stellten jeweils die in Ihren regionalen „Kooperationsgemeinschaften Pflegestützpunkte“ gelungen Umsetzungsbeispiele vor. Dabei wurde  in vertiefenden Arbeitsgruppendiskussionen deutlich, dass die Umsetzung dann gelingt, wenn Konflikte offen angesprochen werden, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Entscheidend in allen drei Beispielregionen war, dass sich die Beteiligten auf gemeinsame Ziele verständigen konnten, diese Zielbeschreibung half dann bei der Lösung von Konflikten und offenen Fragen.

Weitere Informationen:

Aufbau von Pflegestützpunkten im Rhein-Hunsrück-Kreis, Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis
Fachtagung Pflegestützpunkte, 01.02.2011 Erbacher Hof, Mainz
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Neue EDV-Software in den Pflegestützpunkten
Ergebnisse der UAG EDV, Professor Dr. Peter Löcherbach
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Beratungsverständnis Fachtagungen 2011
Pflegestützpunkte in Rheinland-Pfalz, Dr. Andreas Büscher
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Ria Krampitz, Stadtverwaltung Speyer, Umsetzungsbeispiel Speyer
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